Sind die Anleger nach wie vor zu wenig in Produktivität investiert?

Leo Brecht

Zusammenfassung

Dieser Bericht untersucht, ob institutionelle Investoren im aktuellen Umfeld, das von anhaltender Inflation, schwächerem Trendwachstum, Deglobalisierung und handelsbezogener Unsicherheit geprägt ist, weiterhin zu gering in Produktivität als strukturelles Anlagethema investiert sind. Basierend auf drei Averdas-Studien werden vier Produktivitätsfaktoren bewertet: Asset, Prozess, Ressource und Resilienz – einzeln – sowie in Kombination durch den Averdas-Multifaktor-Ansatz.

Die Analyse umfasst rund sechzehn Jahre US-Marktdaten von Juli 2009 bis April 2025 und bewertet das Faktorverhalten über vier makroökonomische Regime, die COVID-19-Krise sowie das Umfeld von Handelskriegen und Zöllen im Jahr 2025 hinweg. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass der Multifaktor-Ansatz sowie jeder einzelne Faktor den jeweiligen Referenzindex über die untersuchten Zeiträume hinweg übertroffen haben, auch in Phasen rückläufigen Wachstums. Zudem werden risikobereinigte Renditen und Unternehmensbeispiele untersucht, die verdeutlichen, wie Produktivitätsvorteile durch eine effizientere Nutzung von Anlagen, operativen Prozessen, Ressourcen und organisatorischer Resilienz entstehen können.

Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Engagement in Produktivität als strukturelle Ergänzung zu bestehenden Stil-, Makro- und Innovationsallokationen dienen kann. Die Ergebnisse basieren auf modellbasierten, simulierten und Backtesting-Daten und stellen keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung dar. Der Bericht richtet sich ausschliesslich an professionelle und institutionelle Investoren und stellt keine Anlageberatung dar.